Immun gegen Angst

Tag 21: Gott versteckt sich nicht!

Einige Menschen denken, Gott hat sich von uns distanziert. Sie empfinden ihn irgendwie als verschlossen, unbeteiligt und sogar apathisch Seiner Schöpfung gegenüber. Aber seitdem Jesus gekommen ist, offenbart Sich der Vater mehr und mehr. Er zeigt Sich durch Seinen Sohn und schickte den Heiligen Geist, der immer bei uns ist. Jesus sagt: „So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater. Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?“ (Joh 14:9)

Seine Gegenwart und Kraft sind bis heute in der Bibel und in der Welt lebendig. Wenn jemand denkt, Gott hat sich ganz langsam fortgeschlichen, dann soll er mal nach Afrika kommen. Dort habe ich Ihn in größerer Kraft erlebt, als irgendwo im Alten Testament. Ich habe gesehen, wie Er Dämonen vertreibt, die Kranken, Blinden, Behinderten und die Tauben heilt. Gott hat das noch nicht einmal mit Mose getan. Gott rüttelt ganze Nationen und Städte auf. Vielleicht ist Gott dorthin „entschwunden“ – und lebt unter denen, die Ihm glauben?

Der Gedanke, dass Gott irgendwie verschollen ist, ist eigentlich eine alte Art des Unglaubens. Israel erlebte den Exodus, sah Seine Herrlichkeit und wusste, dass es die Wahrheit war. Aber schon innerhalb von nur wenigen Monaten wurden sie misstrauisch und ängstlich. Sie wollten etwas zum Anschauen und so machten sie sich ein goldenes Kalb, das sie zurück in die Gefangenschaft führen sollte (siehe 2. Mose 32). Unglaube führt immer in die Abhängigkeit, Glaube hingegen in die Freiheit.                                Wie auch immer, die Israeliten verloren damit allesamt ihren „Pass- und Visa-Glauben“ an Gott und überquerten nie die Grenze ins Gelobte Land.  

Unglaube ist uralt. Er ist weder clever noch modern. Wir können ihn bis Eden zurückverfolgen, wo schon Eva zweifelte. Zweifel war damals und ist auch heute noch der satanische Teil von Dummheit. Er hat noch niemandem gedient. Wenn wir uns in einer Beziehung zu Gott sehen, wie in aller Welt sollte das – außer durch unser Vertrauen – funktionieren? Er wird Sich nicht denen aufdrängen, die Ihm die kalte Schulter zeigen oder die behaupten, es gäbe Ihn nicht. Er schuldet uns nichts und wenn wir so leben wollen, dann mischt Er sich nicht ein.

„Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist“ (Röm 1:28).

Jesus lebt und Er ist aktiv. Weißt du, es gibt Einige, die noch nie ein Wunder mit ihren eigenen Augen gesehen haben und trotzdem den größten Glauben zeigen. Nur Wenige sahen überhaupt ein Wunder bevor Christus kam. Trotzdem gab es auch vor Seiner Zeit Männer und Frauen, die bemerkenswerten Glauben hatten. Jesus sagte über sie: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (Joh 20:29). Sie lasen die Schriften und glaubten einfach, dass der Gott des Exodus sie nicht enttäuschen und zu ihren Gunsten wirken würde. Und das tat Er! David, zum Beispiel, sah niemals ein Wunder und hatte nur so eine Ahnung von dem Übernatürlichen. Trotzdem kämpfte er sich voller Erwartung auf himmlische Hilfe vorwärts und er bekam sie! 

Heute, rund dreitausend Jahre später, ist sein Glaube immer noch unser Vorbild. Vielleicht kannst du dich mit David vergleichen. Vielleicht hast du noch nie ein Wunder mit deinen eigenen Augen gesehen und trotzdem weißt du, es passiert und Gott kann es tun – einfach deshalb, weil du glaubst, dass Sein Wort wahr ist! Wenn dem so ist, dann sollst du wissen, dass man deinen Glauben im Himmel kennt und der Herr dich „gesegnet“ nennt!

Auszug aus dem Buch Glaube, der Sprung ins Licht von Reinhard Bonnke

Glaubensstärkende Bibelstudie