2017

Israel Experience

Reisebericht von Herbert Fischer

Israel Experience 2017

Nachdem Daniel Kolenda als Sprecher zur „Jerusalem Encounter“-Konferenz eingeladen worden war, entstand im CfaN-Team die Idee, interessierte Missionspartner auf diese Reise mitzunehmen und parallel dazu eine „CfaN-Israel-Tour“ zu organisieren.

Im Januar 2017 ging unser erster Rundbrief mit der Information an die Missionspartner raus und innerhalb weniger Wochen war das Kontingent unseres europäischen Büros ausgebucht und unserer Gruppe voll besetzt. Durch die Gespräche und E-Mails mit den Teilnehmern wurde schnell klar, dass eine riesige Vorfreude herrschte und große Erwartungen in die Reise gesetzt wurden.

Letztlich wurde es eine Reisegruppe mit insgesamt 500 Teilnehmern aus aller Welt, von Brasilien bis Neuseeland, von Kanada bis Kapstadt. Die Reise sollte für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

8. Juni – Anreise

Landeanflug auf Tel Aviv
Landeanflug auf Tel Aviv
Magdalena und Herbert Fischer leiten die europäische Gruppe
Magdalena und Herbert Fischer leiten die europäische Gruppe

Um 14:55 Uhr landeten wir pünktlich in Tel Aviv und wurden vom israelischen Sommer begrüßt. Nach der Passkontrolle lernten wir am Gepäckband verschiedene Teilnehmer kennen. Zu meiner Überraschung hatte mein Koffer die Reise hingegen nicht geschafft. Am freundlichen Fundsachen-Schalter wurde alles aufgenommen und mir mitgeteilt, dass der Koffer wahrscheinlich in Wien geblieben sei.

Nach dem Zoll wurden wir vom Personal unseres israelischen Reisepartners Sar-El begrüßt. Hier trafen wir unsere Reiseleiterin Tanya, die uns in den kommenden Tagen begleiten würde. Es trafen immer mehr der internationalen Teilnehmer ein und nach einigem Warten ging es mit Bussen zu unserem ersten Hotel Leonardo Plaza nach Netanya. 

9. Juni – die erste Tour

Die Reisebusse wurden nach Farben aufgeteilt und unser Bus war „Bus Light Green“. Bereits um 07:20 Uhr standen wir mit unseren Koffern wieder bereit, um nach Caesarea aufzubrechen. Diese Stadt am Mittelmeer wurde von Herodes dem Großen als Regierungssitz gewählt. Hier ließ er eine Stadt in römischem Stil mit Hafen und einen ins Meer hineingebauten Palast errichten. Im Amphitheater trafen wir uns mit allen Teilnehmern zur ersten Andacht mit Evangelist Michael Dow. Danach besuchten wir die Ausgrabungen und das Hippodrom.

Caesarea - Andacht mit Michael Dow
Caesarea - Andacht mit Michael Dow

Nach einem kurzen Rundgang ging es weiter zur Berg Karmel. Hier lasen wir die Geschichte von Elias Konfrontation mit den Baalspriestern. Von hier oben hatte man einen fantastischen Blick über die galiläische Ebene.

Dann ging die Tour weiter nach Megiddo. In ägyptischen Quellen wird berichtet, dass hier 1457 vor Chr. die erste Schlacht von Thutmosis III. mit kanaanitischen Fürsten stattfand, um den Landweg nach Syrien zu erschließen. Laut Offenbarung 16,16f wird hier auch die letzte Schlacht der Menschheit stattfinden.

Megiddo - Andacht mit Eric Gilmour
Megiddo - Andacht mit Eric Gilmour

Nach dem Mittagessen erwartet uns die Andacht von Evangelist Eric Gilmour in der brütenden Mittagshitze von gut 40°C. Die anschließende Besichtigung der Ausgrabungsstätte brachte mir persönlich einen mächtigen Sonnenbrand ein. 

Unser Bus brachte uns anschließend weiter durch Nazareth und Kana nach Tiberias, wo wir im messianischen Zentrum in die Geschichte Galiläas eingeführt wurden und Souvenirs kaufen konnten. Danach fuhren wir zum Abendessen ins Hotel Leonardo, wo wir zwei Nächte blieben. Tanya regte an, dass wir unserem Bus einen Namen geben sollten. In der Abstimmung gewann „Abba-Bus“.

10. Juni – Galiläa

Heute wurde wegen der starken Hitze das Programm umgestellt. Wir trafen uns um 07:20 Uhr und liefen zur Bootsanlegestelle. Gemeinsam mit einer weiteren Gruppe bestiegen wir unser Boot und legten ab auf den See Genezareth. Mitten im See kamen vier weitere Boote dazu und alle wurden miteinander vertäut. Nach einer ausgiebigen Anbetungszeit predigte Todd White und rief zu neuer Hingabe an Jesus Christus auf. Viele Besucher folgten dem Aufruf und sogar mehrere der Besatzungsmitglieder nahmen Jesus Christus als ihren Herrn an.

Todd White auf der Bootsfahrt auf dem See Genezareth
Todd White auf der Bootsfahrt auf dem See Genezareth

Danach werden die Leinen losgemacht und wir fuhren ins Museum mit dem „Jesus-Boot“. Unser Busfahrer Moti erwartete uns bereits und fuhr uns im Anschluss nach Kapernaum, wo wir die alten Ruinen der verfallenen Stadt besuchten, in der Jesus so viel Zeit verbracht und so viele Wunder gewirkt hatte. Auf den Ruinen der alten Synagoge war zwar eine neue errichtet worden, aber die Stadt wurde nie wieder aufgebaut.

Die Ruinen von Kapernaum
Die Ruinen von Kapernaum

Am Berg der Seligpreisungen hielt der Vater von Daniel Kolenda die Andacht. Danach fuhren wir weiter über die Golanhöhen zu den Ausgrabungen nach Banias. Herodes der Große hatte hier neben dem griechischen Tempel für den Gott Pan auch eine Kultstätte für den römischen Kaiser bauen lassen und die Stadt Caesarea Philippi genannt. Interessant ist, dass Jesus genau an diesem heidnischen Ort außerhalb Galiläas seine Jünger fragte: Wer sagen die Leute, dass ich bin? Hier erkannte Petrus: Du bist der Messias!

Während der Busfahrt kam unsere Teilnehmerin Rosi Studer nach vorne und stellte uns ein „Abba“-Lied vor, das sie am Vortag geschrieben hatte. Dieses Lied wurde unser gemeinsames Abba-Bus-Lied. Jetzt wurde das Mikrofon im Bus freigegeben, damit auch andere singen, beten oder ihre Gedanken mitteilen konnten, was uns während der Reise sehr gesegnet und zusammenschweißt hat.

Berg der Seligpreisungen
Berg der Seligpreisungen
Banias
Banias

Moti fuhr uns nach Yardenit, der bekannten Taufstelle, an der der Jordan den See Genezareth verlässt. Bereits am Vortag hatten sich diejenigen gemeldet, die sich hier taufen lassen oder ihre Taufe erneuern lassen wollten - fast 200 Personen. Ein beeindruckendes Erlebnis. 

Taufe am Jordan
Taufe am Jordan

11. Juni – Durchs Jordantal

Morgens ging es zu den römischen Ausgrabungen nach Beth Shean. Dort trafen wir uns alle im Amphitheater, diesmal zur Andacht von Harvey Katz, der nochmals auf die Bedeutung der Erkenntnis von Petrus in Caesarea Philippi einging. Tanya erklärte uns im Rundgang die Architektur und Bedeutung der verschiedenen Gebäude.

Beth Shean
Beth Shean

Dann fuhren wir durch das Jordantal nach Jerusalem. Es ging direkt zum Ölberg, wo Paul Maurer eine Andacht hielt. Danach machen wir unser obligatorisches Gruppenfoto mit dem Felsendom im Hintergrund. Zu Fuß ging es weiter zur Tränenkirche, dann zum Garten Gethsemane und der Kirche der Nationen. Nach einer Pause sammelte uns Moti wieder auf und brachte uns in unser neues Hotel in Jerusalem.

Paul Maurer predigt auf dem Ölberg
Paul Maurer predigt auf dem Ölberg
Unsere Gruppe vor dem Tempelberg
Unsere Gruppe vor dem Tempelberg

12. Juni – Die judäische Wüste

Um 07:30 Uhr kamen Daniel und Rebekah Kolenda und Jenny Kutz, um einige Stunden in unserem „hellgrünen“ Bus mitzufahren. Wir fuhren von Jerusalem nach Masada. Unterwegs diente uns Jenny Kutz mit einer Andacht. Sie leitet das Kinderheim „Abba House“ in Griechenland. Da das super zu uns passte, sang Rosi mit uns gemeinsam wieder unser „Abba“-Lied für Jenny.

Masada
Masada

Wir „erklommen“ die Festung Masada mit der Seilbahn und waren vom Ausmaß der Anlagen sehr beeindruckt. Hier wurde der jüdische Widerstand im Jahr 70 nach Chr. endgültig niedergeschlagen und die Heldengschichte ist in der jungen Nation Israel bis heute sehr präsent. Weiter ging die Fahrt nach En Gedi, wo sich David vor König Saul verstecken musste. Nach einem kurzen Fußmarsch in der jüdischen Wüste kamen wir an einen Wasserfall, der wohl auch schon David erfrischt haben könnte.

Unsere Mittagspause machten wir am Toten Meer, wo wir auch die Möglichkeit zum Baden hatten. Weiter ging es zu den Ausgrabungen nach Qumran. Im Informationszentrum wurde uns die Geschichte dieser Sekte, ihre Gebräuche und ihre Liebe zur Schrift nahegebracht. Danach stieg unser Bus wieder auf nach Jerusalem. Als wir im Hotel ankamen, war endlich auch mein Koffer eingetroffen.

Teilnehmer genossen die Abkühlung im Toten Meer
Teilnehmer genossen die Abkühlung im Toten Meer
Die Höhlen von Qumran
Die Höhlen von Qumran

Abends trafen wir uns in den Studios von TBN (einem großen christlichen amerikanischen Fernsehsender) zum Impartation Meeting, einer intensiven Zeit der Begegnung mit Gott. Von den Studios aus hatten wir einen herrlichen Blick auf das abendliche Jerusalem. Der international bekannte Lobpreisleiter Paul Wilbur leitete uns im Lobpreis und Daniel Kolenda predigte an diesem Abend. Anschließend betete das Sprecherteam ausgiebig für die Teilnehmer. 

Segnungsgottesdienst auf der Terrasse von TBN
Segnungsgottesdienst auf der Terrasse von TBN

13. Juni – Jerusalem

Wir begannen den Tag mit einer Andacht von Brian Guerin an der südlichen Mauer des Tempelbergs. Hier entstand auch das Gruppenfoto der ganzen Reisegruppe.

Im Informationszentrum der historischen Stadt Davids wurde uns die Geschichte Jerusalems erklärt und wir besuchten die Ausgrabungen. So gelangten wir auch in den Tunnel von König Hiskia, den er anlegen ließ, um die Wasserversorgung während der babylonischen Belagerung sicherzustellen, und danach zum Teich Siloah.

Anschließend führte uns Tanya zum Berg Zion und ins jüdische Viertel der Altstadt zur Mittagspause. Wir besichtigen das Cardo (römische Marktstraße) und Ruinen aus der Zeit des Herodes. Endlich erreichten wir die westliche Mauer des Tempelbergs, die wir in Deutschland „Klagemauer“ nennen. Allerdings mussten wir bereits nach einer halben Stunde wieder unseren Bus aufsuchen, denn an diesem Abend begann die „Jerusalem Encounter“-Konferenz.

Eindrücke aus Jerusalem
Eindrücke aus Jerusalem

Nach dem Abendessen machten wir uns um 19:00 Uhr auf den Weg zum „Jerusalem-Pavilion“ der King of Kings-Gemeinde, dem Veranstaltungsort.  Die Konferenz begann mit einer ausgedehnten Lobpreiszeit und der Vorstellung von drei messianischen Diensten, die sich um Witwen und Waisen kümmern. Die anschließende Eröffnungspredigt hielt Daniel Kolenda.

14. Juni – die Konferenz

Morgens besuchten wir die Konferenz. Heute war das Lobpreisteam von Hillsong London dabei. Calev Myers predigte in der ersten Session, gefolgt von zwei weiteren Seminaren.

Das nächste Ziel war Yad Vashem, die große Holocaust Gedenkstätte in Jerusalem. Hier besuchten wir das Museum und gingen danach in die Pyramide, die den 1,5 Millionen Kindern gewidmet ist, die im Holocaust umkamen. Zum Schluss besuchten wir die Allee der Helden, wo Jedem ein Baum gepflanzt wurde, der sich für den Schutz der Juden eingesetzt hatte.

Um 16:30 Uhr waren wir wieder zurück bei der Konferenz, danach war unser „freier Abend“, den ein Teil der Gruppe für eine eigene Zeit von Segnung und Gebet im Hotel nutzte.

Die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem
Die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem

15. Juni – Am Gartengrab

Auf der Konferenz erleben wir morgens Dr. Michael Brown. Um 10:30 Uhr ging es mit dem Bus zum Löwentor und von dort zur St. Anna-Kirche mit ihrer tollen Akustik. Unmittelbar daneben liegen die Ausgrabungen des Teichs Bethesda.

Nach der Mittagspause liefen wir über den Kreuzesweg durch das Damaskustor hinaus zum Gartengrab. Hier trafen wir uns wieder mit vielen anderen der internationalen Teilnehmer und feierten gemeinsam Abendmahl mit einer Andacht von Jenny Kutz. Wir hatten Zeit, um uns von den Führern die Geschichte und Bedeutung des Ortes nahebringen zu lassen und das leere Grab zu besuchen.

Um 19:30 Uhr war die Abschlussveranstaltung der Konferenz. Das Lobpreisteam war aus jüdischen und arabischen Musikern und Sängern gemischt. Das erlaubt uns, auf Englisch, Hebräisch und Arabisch Jesus anzubeten – eine ganz besondere Erfahrung.  

Damaskustor
Damaskustor
Jenny Kutz predigt beim Abendmahl
Jenny Kutz predigt beim Abendmahl
Das Gartengrab
Das Gartengrab

15. Juni – Heimreise

Irgendwie ist die Zeit schnell verflogen. Unser Bus fuhr um 11:00 Uhr vom Hotel Richtung Flughafen ab. Austrian Airlines brachte uns wieder sicher über Wien nach Frankfurt … und diesmal war auch mein Koffer dabei.

Obwohl wir nur eine gute Woche zusammen waren, entwickelte sich unser europäisches Team zu einer tollen Gemeinschaft und das „Banner“ des hellgrünen Busses nahmen wir in das CfaN-Büro nach Frankfurt mit.

Fazit:

Die Zeit war sehr intensiv und die Tage vom Programm her gut gefüllt, aber wir möchten nichts davon missen. Es waren Tage, in denen uns Jesus - Yeshua - Seinem Wort und Seinem Volk Israel näherbringen konnte.