Herr, wir brauchen ein sehr großes Feld!

Es war Ende 2015 in Ghana, als das CfaN-Team in West-Afrika auf „Landjagd“ war.

Die Vorbereitungen für die bevorstehenden Gospel-Kampagnen liefen gut. In der Tat gab es beträchtliches Interesse und eine große Vorfreude auf etwas, was wir bis dahin noch nie gemacht hatten. Wir hatten zwei Organisationsteams an zwei Orten zur gleichen Zeit. Die Städte, die wir ausgesucht hatten, waren Ashaiman und Tema, dicht beieinander liegende Metropolen, vollgepackt mit Menschen.

Viele davon kämpften mit extremer Armut. Die Lebensumstände waren schwierig. Familien rangen in den sogenannten Shanty Towns förmlich um ihr nacktes Überleben, das wenig Alternativen bot.

Wir dagegen brauchten ein sehr großes Feld, eines, das bei all der Aufmerksamkeit, die diese Veranstaltung auf sich zog, Hunderttausende von Besuchern sicher fassen konnte. Aber aus den Tagen unserer aufmerksamen Suche wurden schließlich Wochen und nichts Passendes kam in Sicht. Wir wollten unsere Kampagne an einer zentralen Stelle ausrichten; einem Ort, den die Menschen mit dem Bus oder zu Fuß erreichen konnten, nicht in irgendeinem schwer erreichbaren Außenbezirk. Da musste es doch etwas geben!? „Herr“, beteten wir, „bitte stelle uns das richtige Stück Land für Deine Arbeit zur Verfügung.“

John Darku, our African Campaign Director
John Darku, African Campaign Director

Dann endlich hatte John Darku, unser Afrika-Direktor, eine mögliche Lösung. Es handelte sich hierbei allerdings um eine dieser „gute Nachricht/schlechte Nachricht“-Situationen. Die gute Nachricht war, dass wir zwar ein riesiges Stück Land in perfekter Lage genau zwischen den beiden Städten gefunden hatten. Die schlechte Nachricht allerdings war, dass es sich hierbei um eine ziemlich große Müllhalde handelte, die zudem als einer der gefährlichsten Orte in ganz Ghana bekannt war. Der Ruf dieser Gegend war so schlecht, dass selbst Polizei und Militär sie mieden.

Kann der Herr diesen trostlosen Ort gebrauchen?

Unser Team machte sich also auf den Weg, um „einfach mal zu schauen“. Der Geruch von verbranntem Gummi hing in der Luft. Rauch aus schwelenden Bränden, bestehend aus allen möglichen Abfallrückständen, stieg in ihre Nasen, so dass ihnen die Augen tränten. Müll türmte sich auf und inmitten dieser stinkenden Hügel kletterten notleidende Menschen herum, die nach irgendetwas Brauchbarem Ausschau hielten. Auch Ziegen waren überall zu sehen. Sie fraßen, was sie finden konnten. Zudem zog sich durch eine Seite des Feldes ein tiefer Graben, der zu einem offenen Abwasserkanal geworden war.

Es fiel schwer, sich einen noch trostloseren Ort als diesen vorzustellen. Wie, fragten wir uns, konnten wir ihn zu einem sicheren und für unsere Evangelisation brauchbaren Ort machen?

Tatsache war allerdings auch, dass die Bevölkerungsdichte in der umliegenden Region so hoch war, dass in alle Richtungen die Hütten dicht an dicht standen. Von daher gab es einfach keinen besseren Ort für uns.

Die Last der Entscheidung lag letztendlich bei unserem technischen Team. Sie waren diejenigen, die diese gigantische Herausforderung zu überwinden hatten. Und weißt du was?

Sie zögerten nicht. Diese furchtlosen Männer Gottes sagten: „Wir werden einen Weg finden.“

Gott macht einen Weg, wo keiner zu sein scheint

Wie macht Gott einen Weg? Meistens, indem Er unsere Hände, unsere Füße und unsere Stimmen dazu gebraucht.

Während unser Team sich an die Arbeit machte, ergab sich der weitere Plan. Bulldozer wurden angemietet und wir fingen an, das Feld freizuschieben. Zusätzlich verhandelte unser Team mit einigen Menschen, die auf oder bei der Abfallhalde wohnten und entschädigte sie großzügig. So durften wir einige der Hütten abreißen.

Schließlich wurden lastwagenweise Hack- und Sägespäne angeliefert, um die sumpfigen Teile des Feldes trockenzulegen. Zu guter Letzt baute unser Team eine Holzbrücke über den Abwasserkanal, was den Menschen ermöglichte, das verschmutzte Gewässer gefahrenlos und leicht zu überqueren.

Nachdem die Arbeit getan war und endlich unsere Sound-Tower standen, hatten wir wirklich das Gefühl zu wissen, was es heißt, „das Land einzunehmen“. Wir schauten das nunmehr geräumte Feld an und waren bereit, die Evangelisation zu starten. Dies erschien uns bereits als das erste Wunder.

Du erntest, was du säst

Würden die Menschen kommen? Würden sich die Menschen aus der Umgebung von Ashaiman und Tema auf dieses Feld wagen, das doch eigentlich eine Atmosphäre der Unsicherheit und Bandenkriminalität ausströmte? Das CfaN-Team hatte das Feld zwar vorbereitet, doch nur unser Herr konnte die Ernte einbringen.

Dann begann das zweite Wunder. Am ersten Abend strömten bereits rund 90.000 Menschen auf das Feld. Mehr kamen am folgenden Abend und noch mehr am Abend danach. Von Anfang an kam es zu wunderbaren Zeugnissen.

Eine Frau, die nach einem Schlaganfall auf ihrer linken Seite gelähmt war, wurde beispielsweise vollständig geheilt und ein kleiner Junge, der nach einer Erkrankung gelähmt und teilweise blind war, lief ohne sichtbare gesundheitliche Einschränkungen über die Bühne. Während sich die Nachrichten über die Heilungen in der Region herumsprachen, vergrößerten sich die Menschenmengen. Insgesamt besuchten über 710.000 Menschen die Versammlungen, davon 300.000 allein an einem einzigen Abend. Es war atemberaubend.

So wie unser Team diesen vergessenen, schmutzigen und gefürchteten Ort wiederbelebt hatte, so sahen wir, wie die Kraft Jesu die Leben von zahlreichen kostbaren Menschen vor unseren Augen förmlich „auferstehen“ ließ. 381.610 Entscheidungskarten für Jesus wurden ausgefüllt.

Dies ist heiliges Land

Bereits lange bevor die Veranstaltung stattfinden sollte, hatten wir geplant, mitten in Afrika ein Lobpreis-Album aufzunehmen. Roy Fields und Hope Darst hatten unsere herzliche Einladung dazu gerne angenommen. Wir ahnten nicht, wie einzigartig dies werden sollte. Kannst du dir unsere Freude vorstellen, als sich an genau diesem, für uns so besonderen Ort die Stimmen aller Anwesenden zu Gott erhoben? Statt Rauch von verbranntem Müll stieg nun der Wohlgeruch der Anbetung in Richtung Himmel auf. An diesem vergessenen, übersehenen Ort erhoben jetzt Tausende ihre Hände und sangen für Jesus.

Was für eine wunderbare Transformation. Was für ein herrliches Bild für das Handeln Gottes. Er nimmt das, was ungeachtet und zurückgeblieben ist – das Sterbende, das Schmutzige, das Verwahrloste – und verwandelt es durch das Blut Jesu. Was zerbrochen war wird heil. Was krank war wird gesund. Was verloren war wird gefunden. Ein Ort der Trostlosigkeit, der Angst und des Schreckens wird zu einem heiligen Ort, zu einem „Holy Ground“.

Darum, lieber Missionspartner, tun wir das, was wir tun – und wir können es nur gemeinsam mit dir tun. Darum gehen wir, wohin der Herr uns sendet. Seine Barmherzigkeit, Seine Gnade, Seine Errettung und Heilung sind nicht auf vergilbte Seiten einer Bibel in irgendeinem Regal beschränkt. Nein, es sind lebendige Geschichten, die Er gerade in diesem Moment schreibt – und du spielst dabei eine sehr wichtige Rolle.

Sende uns aus, auch weiterhin!

Magst du unseren Dienst unterstützen? Magst du in Erwägung ziehen, einer unserer Monatspartner zu werden? Es hilft uns dabei, besser planen zu können, auch für unsere Evangelisationen in Afrika. Es ist unser Herzensanliegen, dass ganz Afrika zu „heiligem Land“ wird. Es ist möglich! Lass uns gemeinsam die Hände und die Füße Jesu dazu sein.

Gemeinsam mit dir in der Ernte,

Daniel Kolenda
Evangelist