Missions

Mission ist unsere Dankbarkeit für Golgatha

Wenn wir an Mission denken, kommt uns schnell ihre Notwendigkeit in den Sinn. Wir denken an Millionen, die noch nie den Namen Jesus gehört haben, Menschenmassen, die sich unter freiem Himmel in ganz Afrika versammeln, und die Dringlichkeit, sie zu erreichen. All das ist real und sehr notwendig. Es springt uns überall förmlich an. 

Doch das ist noch nicht alles. Ich glaube, die tiefste Motivation für Mission ist tatsächlich nicht die Not der Verlorenen, sondern etwas anderes. 

Alles beginnt auf Golgatha 

Das Kreuz steht im Zentrum unseres Glaubens. Jesus nahm unsere Sünde, unsere Scham und unser Urteil auf sich. Der Sohn Gottes gab freiwillig Sein Leben hin, damit wir Vergebung und Versöhnung mit Gott empfangen. 

Paulus schreibt: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5,8).

Bevor wir Ihn suchten, suchte er uns. Bevor wir Ihn liebten, liebte er uns bereits. Wenn wir wirklich begreifen, was Jesus am Kreuz getan hat, entsteht Dankbarkeit in uns und wächst immer weiter – und diese Dankbarkeit drängt uns zum Handeln. 

Mission ist der stärkste Ausdruck dieser Dankbarkeit. 

Die Liebe Christi drängt uns 

Paulus erklärt die Motivation für seinen eigenen Dienst sehr deutlich: „Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben, dass einer für alle gestorben ist und so alle gestorben sind“ (2. Korinther 5,14)

Beachte, was Paulus nicht sagt. Er schreibt nicht, dass ihn Schuld, Druck oder Pflichtgefühl motivieren. Er sagt auch nicht, dass andere Menschen, seine Gemeinde oder die Erwartungen seiner Familien ihn drängen. Er schreibt, dass ihn die Liebe Christi antreibt. 

Wenn du verstehst, was Jesus für dich getan hat, verändert sich etwas in deinem Inneren. Das Kreuz transformiert deine gesamte Sicht. Du erkennst, dass du die empfangene Gnade nicht verdient hast. Sie ist ein Geschenk, das dir durch Jesu Opfer kostenlos zuteilwurde. Hast du dieses Geschenk erhalten, willst du natürlich, dass auch andere dieselbe Rettung erleben. 

Das ist das Herz von Evangelisation. Wir predigen das Evangelium nicht einfach, weil es unsere Pflicht ist, sondern weil wir von dem überwältigt sind, was Jesus für uns getan hat. Wir verkünden es, weil unsere eigenen Herzen vor Liebe zu Ihm überfließen – und weil wir diese Botschaft nicht für uns behalten können! 

Umsonst habt ihr es empfangen 

Jesus sagte Seinen Jüngern (und damit auch uns): „Umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst gebt es auch“ (Matthäus 10,8).

Diese Worte erfassen das Wesen des Evangeliums. Jeder Christ hat etwas bzw. vieles von unschätzbarem Wert empfangen: Sündenvergebung, Versöhnung mit Gott, ewiges Leben, Heilung und vor allem eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Keiner von uns hat sich das verdienen können. Wir haben es allein aus Gnade empfangen. 

Doch die Gnade sollte nie bei uns aufhören. Sie soll vielmehr durch uns zu anderen fließen. Darum gibt es Mission. 

In ganz Afrika stehen wir oft vor Tausenden von Menschen, die das Evangelium kennenlernen wollen. Viele von ihnen haben noch nie wirklich gehört, dass Jesus für ihre Sünden gestorben und auferstanden ist. Doch wenn sie es tun, wird der Glaube in ihnen lebendig. Sie erkennen: Das Kreuz gilt ihnen. 

Beim Bekehrungsaufruf kommen sehr viele nach vorne, um Christus anzunehmen. In diesen Momenten erleben wir, wie die Kraft Golgathas in ihre Herzen einzieht. Jeder dieser Momente ist möglich, weil Christen wie du den Wert des Evangeliums verstehen und es weitergeben wollen. 

Die Botschaft vom Kreuz

Die Botschaft, die wir den Nationen bringen, ist einfach, aber stark. Paulus schreibt: „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft“(1. Korinther 1,18).

Das Kreuz ist nicht einfach nur ein Symbol des Christentums, wie ein Logo, eine Marke oder ein Abzeichen, das deine Zugehörigkeit anzeigt. Nein! Es ist das Herz des Vaters, das heute immer noch voller Liebe brennt. 

  • Am Kreuz wird die Kraft Gottes auf tiefste Weise in alle Ewigkeit offenbart.
  • Am Kreuz kommt der Liebes- und Erlösungsplan des Vaters für eine zerbrochene Welt in Realität.
  • Am Kreuz besiegt Jesus ein für alle Mal Sünde und Tod.
  • Am Kreuz wird der ganzen Welt die Tür zur Errettung weit geöffnet.

Wenn wir das Evangelium predigen, verkünden wir dieses vollendete Werk. Wir erklären, dass Vergebung bereitsteht. Wir proklamieren, dass Jesus lebt und heute noch rettet. Wo diese Botschaft gepredigt wird, werden Menschen verändert. 

Ich habe es bei unseren Evangelisationen immer wieder gesehen. Harte Herzen werden weich. Menschen fallen auf die Knie, überwältigt von ihren Sünden und Seiner Gnade. Ganze Familien kommen zu Jesus. Menschen, die durch Angst, Sünde oder Hoffnungslosigkeit gebunden waren, finden neues Leben in Christus.  

Das alles ist auf Golgatha zurückzuführen. 

Eine Reaktion aus Dankbarkeit 

Wahre Dankbarkeit führt immer zu einer Reaktion. Wenn jemand dich aus einem brennenden Haus rettet, vergisst du das niemals. Du wirst deinem Retter in alle Ewigkeit dankbar sein. 

Jesus hat uns in viel größerer Hinsicht gerettet. Er hat uns nicht nur aus vorübergehender Gefahr befreit, sondern aus der ewigen Trennung von Gott. Er hat uns neues Leben und eine ewige Zukunft mit Ihm geschenkt. Wie reagieren wir auf diese Art von Gnade? 

Eine der schönsten Reaktionen ist es, sich daran zu beteiligen, anderen das Evangelium zu bringen. Manche gehen raus und predigen. Andere sind treue Beter. Wieder andere dienen hinter den Kulissen. Oder Menschen spenden, sodass die Botschaft Orte erreichen kann, die sie selbst nie persönlich besuchen werden. Das alles drückt unsere Dankbarkeit für Golgatha aus. Wenn Christen in Evangelisation investieren, sagen sie eigentlich: „Herr, danke, dass du mich gerettet hast. Ich möchte, dass auch andere diese Botschaft hören.“ 

Die Ehre, mitzumachen 

Als Jesus einmal die Menschenmassen sah, sagte er: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter“(Matthäus 9,37).

Diese Worte sind heute noch genauso wahr wie damals. Auf der ganzen Welt und besonders in Afrika sind Millionen offen für das Evangelium. Sie sind bereit und warten darauf, die gute Nachricht zu hören. 

Das Bemerkenswerteste an Gottes Plan ist, dass Er uns einlädt, mitzumachen.

Er hätte Engel schicken können, um das Evangelium zu predigen. Doch stattdessen übertrug Er Seinem Volk diese Verantwortung. Er beauftragte uns, Seine Kinder, zu den Völkern zu gehen. 

Ob wir predigen, beten oder andere aussenden, unsere Mitwirkung ist ein Vorrecht! 

Vergiss nie das Kreuz 

Wir dürfen das Kreuz nie vergessen. Sobald wir unsere Errettung für selbstverständlich halten, verblasst unser Eifer für die Verlorenen. Doch wenn wir uns ständig an den Preis erinnern, den Jesus für uns bezahlt hat, bleiben unsere Herzen weich und dankbar. 

Das Kreuz erinnert uns daran, wie viel uns vergeben wurde – und wie sehr wir geliebt werden: mit einer Liebe, die so hoch, so breit und so tief ist, dass nichts und niemand sie überwinden kann! Das Kreuz erinnert uns daran, dass der Welt die Botschaft der Errettung gebracht werden muss. Mission ist Dankbarkeit in Aktion. Es ist die natürliche Reaktion von Herzen, die von der Gnade Gottes berührt wurden. 

Golgatha ist der Grund für unsere Hoffnung – und für ewiges Leben. Wegen Golgatha bringen wir das Evangelium zu den Völkern. Möge unsere Dankbarkeit für das Opfer Jesu niemals abkühlen. Sie soll uns vielmehr vorwärtstreiben, bis die ganze Welt das Evangelium gehört hat. 

Danke, Jesus, für das Kreuz! 

Gemeinsam mit dir im Einsatz für das Evangelium 

Evangelist Daniel Kolenda
(mit dem CfaN-Team auf der ganzen Welt) 

Nimm deinen Platz in der Ernte ein! 

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