Immun gegen Angst

Tag 22: Stehe auf dem starken Felsen!

Wir werden heute üblicherweise dazu aufgerufen, offener mit unserem Glauben und der Interpretation des Wortes Gottes umzugehen. Man sagt, wir sollten besser nicht dogmatisch sein. Manche haben kein Problem damit, die Bibel auseinanderzupflücken oder ihre Bedeutung und Gültigkeit sogar ganz und gar zu verändern. Es findet oftmals nur dann Anwendung, wenn es dem zuhörenden Publikum angenehm ist und von ihm eingeordnet werden kann. Das ist total verdreht! Es ist eine liberale Ansicht, die praktisch bedeutet, dass man nicht sicher sein kann, oder noch schlimmer: „Wenn es dir nicht passt, kannst du es auch verändern“. Wie brauchbar ist das Wort Gottes, wenn es veränderbar ist? Wie brauchbar ist Glaube an eine Wahrheit, wenn die Wahrheit variiert?

Das Wort Gottes soll uns in Bezug auf Gott und unsere Zukunft Sicherheit geben. Wenn wir eine offene Haltung dazu haben, dann fegen wir alle wunderbaren Verheißungen Christi zur Seite und genießen nicht das, was Er garantiert. Wahre Christen sind nicht offen. Einen offenen Geist zu haben ist nichts anderes als eine Entschuldigung für Sünde und Unglaube. Christen nehmen das ganze Wort Gottes an. Wir nehmen die eindeutigen Segnungen Christi an. Unser Geist ist entschieden, nicht offen!

Manche Menschen agieren so, als ob der Glaube an nichts eine Tugend wäre. Dies gilt sicherlich nicht für einen Piloten. Wie viele würden in ein Flugzeug steigen, wenn der Pilot sich entscheidet, einfach mal zu schauen, wo es langgeht, wie er fliegt, wohin er fliegt und wie er dort ankommt? Passagiere wünschen sich einen sehr dogmatischen Piloten. Er muss sicher sein, dass sie am Ende nicht umkommen. Einen offenen Geist bezüglich unseres Lebens kann ebenso gefährlich sein. Wir müssen unser Ziel kennen.

Die Bibel ermutigt niemanden dazu dogmatisch zu sein, allerdings ist ihre Sprache immer auf eine besondere Hoffnung ausgelegt. „Wir wissen“ ist eine typische neutestamentliche Aussage. Sicher zu sein, steht nicht für Überheblichkeit oder Arroganz. Sicher zu sein, dass am Morgen die Sonne aufgeht, macht uns nicht übermäßig rechthaberisch oder selbstsicher. Diese Sicherheit ist die simple Gesinnung der Christen, die zuversichtlich auf den nächsten Tag und auf Gott schauen. Was Er getan hat, wird Er tun und was Er ist, wird Er sein!

Das Zeugnis eines Christen ist wie das des Apostels Paulus: „… aber ich schäme mich dessen nicht; denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag“, oder bis Christus wiederkommt. Diese Art von Zuversicht ist nicht mehr als das, was wir von einem Gott erwarten, der es wert ist, Gott genannt zu werden. Ein offener Geist ist ein Geist, der anfällig für Attacken des Feindes ist. Ein offener Geist ist eine offene Tür für Zweifel, Angst und Unglaube. Wir müssen einen festen Geist haben. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim 1:7).

Unser Glaube ist ein festes Fundament. Jesus ist ein starker Fels, auf dem man stehen kann. Er ist der Friede eines festen, auf Ihn gerichteten Geistes.  Er ist der Anker der Hoffnung für die bluterkaufte Seele. Er ist der ewige Fels für die, die Ihn fürchten! Und die, die auf Ihn vertrauen, werden nicht wanken.

Psalm 18:3 sagt: „HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!“

Es gibt kein Wischiwaschi bei Jesus oder Seinem Wort. Wir müssen dem Herrn von ganzem Herzen und ohne Zweifel glauben. „… der bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und aufgepeitscht wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen“ (Jak 1:6-8).

Wir können uns für einen festen Geist entscheiden. „… und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi“ (2. Kor 10:4-5).

Wir können fest auf dem Wort Gottes stehen, denn er selbst steht dahinter.

Auszug aus dem Buch „Glaube, der Sprung ins Licht“ von Reinhard Bonnke

Glaubensstärkende Bibelstudie