Audio-Botschaft

Gutes Holz

Ich habe von einem wissenschaftlichen Experiment namens „Biosphäre“ gelesen, bei dem eine Gruppe von Forschern in einer künstlichen Umgebung nahezu jede Wetterbedingung, die es gibt, nachstellte – bis auf eine: den Wind.

Zu ihrer Überraschung hatte das Nichtvorhandensein von Wind katastrophale Auswirkungen auf die Bäume. Sie begannen sich zu krümmen und unter ihrem eigenen Gewicht zu zerbrechen. Es stellte sich heraus, dass der Wind die Bäume stärkt, indem er sie kontinuierlich unter Druck setzt. Ohne Widerstand können die Bäume nicht genügend Kraft entwickeln, um sich selbst aufrecht zu halten.

Douglas Mallochs Gedicht bringt diesen Punkt zum Ausdruck:

Gutes Holz

Ein Baum, der nie zu ringen hat
um Sonne, Himmel, Luft und Licht,
und steht auf Ackerboden satt,
dem es auch nie am Nass gebricht:

Niemals wird er ein König sein –
er vegetiert und geht dann ein.

Was stark sein soll, braucht Widerstand,
wird nicht so leicht hinweggerafft;
was sich bewährt, das hat Bestand,
und schweres Müh’n bringt neue Kraft.

Denn Hitz’ und Kälte, dies Gespann,
schafft gutes Holz in Baum und Mann.

Was meinst du?

  • Wie schlagkräftig würde eine Armee sein, wenn die Soldaten in 5-Sterne-Hotels ausgebildet werden würden?
  • Wie verlässlich wäre ein Gelehrter, wenn er nie eine Prüfung ablegen würde?
  • Wie lange würde ein Boxer im Ring stehen, wenn sein Training nur aus Kissenschlachten bestünde?

Wir alle ziehen das Vergnügen dem Leid vor und wählen normalerweise den Weg des geringsten Widerstands.

Doch Gott ist anders. Im Gegensatz zu uns sieht er das ganze Bild. Er ist nicht begrenzt durch Raum und Zeit. Sein Hauptanliegen ist nicht unser Komfort, sondern unser Konform-Gehen mit seinen Zielen.

Daniel KolendaLebe bevor es zu spät ist! 

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