Immun gegen Angst

Tag 29: Wer hält dir den Rücken frei?

Seitdem das Coronavirus aufgetreten ist und sich über den gesamten Planeten verbreitet hat, fordern Regierungsbeauftragte und Gesundheitsexperten dazu auf, Abstand zu halten. So ich glaube, dass wir den Gesetzen eines Landes gehorchen und tun sollten, was in unserer Macht steht, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, so empfinde ich es ebenfalls als absolut notwendig, dass wir im Leib Christi in Kontakt bleiben – jetzt mehr denn je. Gott sei Dank können wir das durch breitgefächerte technische Angebote, die uns zur Verfügung stehen. Es ist lebenswichtig, dass jeder Gläubige einen Partner im Leib Christi hat.

Der Schreiber des Hebräerbriefes sagt: „… sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde“ (Heb 3:13).

Wenn eine Person isoliert ist, wird sie besonders anfällig für Entmutigung und Betrug.

Hast du z. B. schon einmal eine Dokumentation über wilde Tiere in der Serengeti gesehen, in der die Löwen jagen? Da kannst du beobachten, wie ein Löwe auf irgend so eine schwache Kreatur am Rande wartet, die sich etwas abseits von der Herde bewegt. Der Löwe wird das Tier isolieren, das sich von der Gruppe wegbewegt, weil er weiß, dass in der großen Anzahl der Tiere auch Schutz ist. Der Teufel weiß das auch. Die Bibel sagt, dass der Teufel umhergeht wie ein brüllender Löwe und die sucht, die er verschlingen kann. Diejenigen, die sich absondern, werden zu leichter Beute Satans. In Zeiten von Schmerz und Not und ohne Unterstützung des Leibes, so weiß er, gehen wir ihm sehr leicht in die Falle.

Als ich einmal über die „Waffenrüstung Gottes“ in Epheser 6 las, hatte ich eine Offenbarung. Die Passage erzählt uns, dass Gott eine Rüstung für den Kopf, die Füße, die Brust und die Hüfte bereitgestellt hat. Auch einen Schild und ein Schwert hat Er uns gegeben. Aber dann sah ich etwas, was mir noch nie aufgefallen war. All das sind Schutzvorrichtungen, die nach vorne ausgerichtet sind. Es gibt keine Ausrüstung, die den Rücken schützt. Das fand ich zuerst sehr eigenartig, aber dann sprang mir Vers 18 entgegen. „Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen“ (Eph 6:18). Dieser Text, der in Verbindung mit der Waffenrüstung Gottes steht, sagt, dass wir aufeinander aufpassen und uns gemeinsam in der Schlacht verteidigen sollen. Es gibt keine Rückenrüstung, denn die stellen wir selbst füreinander dar. Wenn Gott uns für die Angriffe von vorne ausrüstet, dann braucht es andere, um uns den Rücken zu stärken. Hier wird klar, es ist nicht Gottes Plan, dass wir alleine in den Kampf ziehen.

Gott hat uns so geschaffen, dass wir einander brauchen. Darum, wenn du durch einen Kampf, eine Krise oder eine Wüstenzeit gehst, dann solltest du dich mit anderen umgeben, mit Geschwistern, die für dich beten und mit Beharrlichkeit und Ausdauer über dich wachen. Wir brauchen einander, besonders in diesen letzten Tagen, die auf die Wiederkunft des Herrn zugehen. Ich möchte dich dazu ermutigen, Wege zu finden, um mit Menschen in Kontakt zu bleiben, die Gott in dein Leben gestellt hat.

Auszug aus dem Wildnis Überlebenshandbuch von Daniel Kolenda

Glaubensstärkende Bibelstudie