Immun gegen Angst

Tag 28: Nicht in Panik geraten

Es braucht mehr als ein Überlebenstraining, um eine Krise zu überwinden. Um z. B. in einer echten Wildnis zu überleben, bedarf es mehr als nur das Wissen, wie man eine Hütte baut oder Wasser filtert. Es braucht eine bestimmte psychologische Einstellung, einen Willen, der die Angst und den Stress, die mit der Krise einhergehen, überwindet. Tatsächlich sind einige, die zwar das Wissen hatten, um in einer Wildnis zu überleben, umgekommen, weil sie keinen Überlebenswillen hatten. Andere dagegen, die zwar kein Wissen, aber dafür den Willen zum Überleben hatten, überlebten.

Wenn wir in eine Krise geraten, dann neigen wir erst einmal dazu, uns die wildesten Dinge vorzustellen. „Werde ich da je wieder herauskommen?“ „Warum passiert mir das?“ „Ich fühle mich nicht bereit dazu!“ „Weiß Gott eigentlich, was ich durchmache?“ „Richtet Er mich?“ „Ist Er verärgert?“ „Gibt es Ihn überhaupt?“ So es doch natürlich ist, dass man sich solche Fragen stellt, hat ein „sich nur noch darauf zu konzentrieren“ negative Auswirkungen auf unseren Glauben. Da sich diese Fragen aber direkt auf die Natur Gottes beziehen, sollten die Antworten dazu auch biblisch fundiert sein.

Perspektive ist alles! Wenn du dich in einer „Wüste“ befindest, wenn du in einer Krise steckst – körperlich, geistlich oder sonst wie, dann gerate nicht in Panik. Atme durch. Erinnere dich daran, wer Gott ist, wer du in Christus bist und was die Bibel über Seine Treue in schweren Zeiten sagt. Angst macht dich nur empfänglich für Lügen des Feindes und der bestreitet sogar, dass es Gott überhaupt gibt oder wie wertvoll du Ihm bist. Solche Lügen sollen deine geistliche Widerstandsfähigkeit schwächen. Genau hier ist der Zeitpunkt, an dem der Wille zum geistlichen Überleben einsetzen muss. Der Wille im Geiste zu leben, während du die Wüste durchquerst.

Für Gottes Kinder in der Wüste ist der „Wille zum Leben“ nicht nur der Wunsch zu überleben. Es ist eher die inständige Entschlossenheit, an Gott zu glauben. In geistlicher Dürre muss man sich – gegen alle Umstände, Gefühle und manchmal sogar gegen freundschaftliche Ratschläge – dafür entscheiden, dass Gott real ist. Er ist gut! Er ist treu und mit Ihm an deiner Seite wirst du die Krise überstehen. Erlaube dem Feind oder den Umständen nicht, dir zu sagen, wer Gott für dich ist. Weigere dich, irgendetwas anderes zu glauben als Gottes Wort. Beschließe, es wie David zu halten: „Gefestigt ist mein Herz, Gott, gefestigt ist mein Herz! Ich will singen und spielen“ (Ps 57:8).

Das Wichtigste, das es zu verstehen gilt ist, dass auch wenn alles um dich herum auseinanderzubrechen droht, all dies letztendlich unter der Beaufsichtigung Gottes geschieht. Alles in deinem Leben ist irgendwie „Vater-gefiltert“. Er liebt dich über alles und ganz tief. Er wacht über dich und wird nicht zulassen, dass dich irgendetwas von Ihm trennt. „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn“ (Röm 8:38-39).

Erlaube der unüberwindlichen Liebe Gottes, die Angst auszutreiben.

„Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ (Röm 5:3-5)

Auszug aus dem Buch„Wildnis Überlebenshandbuch“von Daniel Kolenda

Glaubensstärkende Bibelstudie