Immun gegen Angst

Tag 25: Das Testen deines Glaubens

Das Wort sagt uns, dass unser Glaube erprobt und getestet wird und es sagt uns auch warum. Im 1. Petrus 1:7 heißt es: „… auf dass euer Glaube bewährt und viel kostbarer befunden werde als vergängliches Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.“

Ich erinnere mich an meinen Glaubenstest. Ich saß auf der Bettkante meines 3-Dollar-pro-Tag-Zimmers in einer Baptistenherberge in Malawi. Ich hatte mich setzen müssen, denn ein Schock war mir gerade durch die Knochen gefahren. Ein wichtiger Anruf aus unserem Frankfurter Büro brachte mir Nachrichten, die ich nicht fassen konnte. Wir steckten Hunderttausende von Dollars tief in den roten Zahlen! Wie konnte das sein? Am Anfang des Jahres hatte Gott mir versichert, dass es „ein Jahr von zwölf vollen Körben, einem Korb pro Monat“ sein würde.  Ich konnte nicht verstehen, wie wir nun in die Miesen geraten konnten. „Herr,“ sagte ich, „warum? Du hast gesagt, dass wir volle Körbe haben werden, aber sie sind alle leer? Wie kann das sein?“ In solchen Momenten öffnet der Herr uns die Augen. Er lehrte mich, indem Er sagte: „Die Körbe der Jünger fingen an sich zu füllen, nachdem alle gegessen hatten. Nähre du die Menschen auch weiterhin mit Meinem Wort und ich kümmere mich um das Auffüllen der Körbe.“ Ich war erstaunt. Die göttliche Weisheit machte Sinn. Ich sagte: „Ich werde tun, was Du sagst und ich weiß, Du wirst tun, was Du sagst.“ Aber – Hunderttausende von Dollars! Das erschien mir weit über alle Vernunft. Ja, aber Gott denkt anders. Die Körbe blieben für 24 Stunden lang leer – dann kam die Nachricht, dass Gott sie wieder aufgefüllt hatte. Das Jahr endete ohne Schulden. Wir nährten die Menschen weiterhin mit dem Wort Gottes und der Herr füllte unsere Vorräte auf. Wenn wir das Brot des Lebens mit denen brechen, die geistlich hungern, dann kann uns Gott nicht im Stich lassen.

In dem Jahr sahen wir – allein in unseren Afrikaeinsätzen – anderthalb Millionen kostbare Menschen, die ihr Leben Jesus gaben. Jeder von uns, egal, zu welchem Dienst vom Herrn berufen, wird in seinem Glauben getestet werden. Und höchstwahrscheinlich sogar mehr als einmal! Jesus sprach zu Seinen eigenen Jüngern über den Glaubenstest, der kommen würde.

Der Herr sagte in Lukas 22:31-32: „Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dann umkehrst, so stärke deine Brüder.“

Jesus wusste, dass Simon Petrus einer größeren Herausforderung als jemals zuvor gegenüberstand. Der bevorstehende Glaubenstest würde größer sein als der Sturm, dem sie auf dem See standhalten mussten. Dieser Test würde sich noch schwieriger gestalten als die Anweisung, die Menschenmassen mit nur einem Korb Essen zu versorgen. Er würde herausfordernder sein, als aus dem Boot zu steigen und mit dem Herrn auf dem Wasser zu gehen. Jesus hatte für Simon gebetet, dass sein Glaube nicht versagen würde und dass er am Ende die anderen um sich herum stärken würde.Jesus betete, dass sein Glaube nicht versagte. Jesus betet für uns, dass unser Glaube nicht versagt. Wir müssen an unserem Glauben festhalten.

Zu jeder Zeit, bei jeder Prüfung, unter allen Umständen setzt Sich Jesus für Seine Gemeinde ein – dafür, dass wir Ihm auch weiterhin vertrauen, auf Seinem Wort stehen, und zu Ihm aufschauen werden.

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Ps 121:1-2)

Wenn wir Herausforderungen gegenüberstehen, wenn unser Glaube im Feuer getestet wird, schauen wir auf, unsere Augen auf Jesus gerichtet! Wir halten an unserem Glauben fest, glaubend, dass unsere Hilfe vom Herrn kommt! Wir werden durch diese Strapaze hindurchkommen und am anderen Ende stärker sein als vorher. Wir gehen vorwärts und ermutigen die anderen Heiligen.

Auszug aus dem Buch Wenn das Feuer fällt von Reinhard Bonnke

Glaubensstärkende Bibelstudie