Immun gegen Angst

Tag 23: Gottes Verheißungen sind verlässlich

„Es war nichts dahingefallen von all dem guten Wort, das der HERR dem Hause Israel verkündigt hatte. Es war alles gekommen.“ (Jos 21:45)

Glaube ist eine persönliche Angelegenheit. Auch wenn sich jemand bis heute bewiesen hat, basiert die Zukunft doch trotzdem nur auf persönlichem Vertrauen. Wir vertrauen manchen Personen, weil wir sie persönlich kennen. Wenn wir denken würden, dass sich diese Menschen ändern, würden wir ihnen nicht mehr vertrauen. Wir lesen in der Bibel, wer Gott ist, und für uns und unser eigenes Leben hat er sich wohl bewiesen, aber für die Zukunft müssen wir weiterhin vertrauen.

Es bedarf keines Glaubens daran, dass zwei plus zwei vier ergibt aber das Leben ist sehr viel komplizierter als die Basis der Mathematik. Umstände verändern sich wie der Ozean. Die unzähligen Varianten aller Dinge beeinflussen das Ergebnis. Aber Gott ist allwissend und allmächtig, so dass wir Ihm Dinge überlassen müssen, damit Er sie für uns sortiert und in Ordnung bringt, denn letztendlich ist die Zukunft auch in Seiner Hand. Wir mögen vielleicht nicht alles, was Er tut, verstehen, doch wir schauen im Vertrauen auf Ihn und das rechnet Gott uns an. So hat er die Welt geschaffen. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Gott alles kann, aber Er agiert nicht ohne die, die glauben. Gebet und Glaube ermöglichen Ihm, das zu tun, was Er sonst nicht tun könnte, denn Er ist souverän und gerecht. Siehst du, Er hat Gebet und Glauben kreiert, damit sie Hand in Hand gehen. Das ist Seine geplante Vorsehung.

Es liegt in der menschlichen Natur, sich auf die Versprechen anderer zu verlassen – bis wir enttäuscht werden. Betrüger und Kriminelle profitieren von diesem angeborenen Vertrauen in Menschen, die ihr Wort geben. Wir sollten umso mehr in der Lage sein, dem allmächtigen Gott zu vertrauen! Er hat uns nicht nur Sein Wort gegeben. Hunderte von Generationen haben bezeugt, dass Er verlässlich ist. „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ (Heb 13:8).

Er hat uns allen etwas gegeben, damit wir wissen, dass wir uns auf Ihn verlassen können – Zusagen darüber, was Er für uns tun möchte. Irgendjemand ist einmal durch die ganze Bibel gegangen und hat dabei insgesamt 7874 Verheißungen, die Gott uns gegeben hat, gefunden. Diese schillernde Anzahl von Verheißungen nährt unsere Vorstellung von Gott und das, was wir von Ihm erwarten können. Der Umfang von 7874 Verheißungen sollte ausreichen, um damit all unsere Lebenslagen abzudecken. Viele Seiner Verheißungen kommen in Form einer Vereinbarung. Gott macht viel, ohne dass wir Ihn fragen müssen.

 „… er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Matt 5:45)

Gott ist gut und gut zu allen. Millionen nehmen das nicht einmal wahr, aber sie sind schnell dabei Ihn anzuklagen, wenn etwas schief läuft. Der Ablauf in der Natur scheint unveränderbar und regelmäßig. Bis auf den heutigen Tag hat niemand bewiesen, dass Er keinen Anteil daran hat. Er steht zu Seinen Verheißungen gegenüber „allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus der Arche gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden“ (1. Mose 9:10).

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ (1. Mose 8:22).

Jesus hat das sogar noch ausgeweitet: „Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen“ (Matt 6 28-29).

Wie dem auch sei, Gott hat noch viel mehr Gutes. Das Versprechen, „suchet, so werdet ihr finden“ (Matt 7:7) etwa, ist nur dann abrufbar, wenn wir es direkt anwenden. Verheißungen sind Versprechen und sie sind im Wort Gottes aufgelistet – „Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen“ (Ps 84:12). Wenn wir ans Ende natürlicher Versorgung kommen, sagt Jesus: „Bittet, so werdet ihr empfangen“ (Joh 16:24). „Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“…Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!“ (Matt 7:8,11).

Wenn wir um Gutes bitten, dann gibt Er uns nichts Schlechtes – niemals! „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts ...“ (Jak 1:17).

Die Ausübung des Glaubens im Gebet ist das Höchste! Der Vogel im Nest muss lernen zu fliegen und zu sammeln, was da ist. Fragen zu müssen erinnert uns an unsere Abhängigkeit von Gott und Gebet ist dazu gedacht, dass wir Ihn suchen. Es gibt uns einen kindlichen Geist und bringt uns dazu, in allen Zeiten auf unseren himmlischen Vater zu schauen. Das ist Gemeinschaft, familiäre Gemeinschaft mit unserem Vater. Es ehrt Gott! Er hat bewiesen, dass Er ein guter Vater ist, der Seine Versprechen hält.

Auszug aus dem Buch Glaube, der Sprung ins Licht von Reinhard Bonnke

Glaubensstärkende Bibelstudie