Immun gegen Angst

Tag 19: Die höhere Kraft auf deiner Seite

Der Mensch, der in Angst lebt, ist ein Verbündeter des Feindes – ob ihm das nun gefällt oder nicht. Die Ängstlichen helfen Satan, seine Pläne auf Erden auszuführen. Angst ist ein Virus, eine Krankheit der Seele. Leider kann sich diese auch unter Christen ausbreiten. Bestimmt hat Gott den Kindern Israels beim Umkreisen der Mauern von Jericho deswegen das Sprechen verboten, weil sie sonst unter sich selbst Angst und Zweifel verbreitet hätten.

„Josua aber gebot dem Volk und sprach: Ihr sollt kein Kriegsgeschrei erheben noch eure Stimme hören lassen, noch soll ein Wort aus eurem Munde gehen bis auf den Tag, an dem ich zu euch sage: Macht einKriegsgeschrei! Dann sollt ihr das Kriegsgeschrei erheben.“

Der Teufel hat keine Angst vor einem ängstlichen Menschen. Er weiß, die Person ist völlig harmlos. Aber der Feind zittert, wenn wir uns nicht ängstigen lassen. Als Nehemia Jerusalem wiederaufbaute, wurde er dazu angehalten, sich vor den Feinden zu verstecken. Mir gefällt seine Antwort: „Sollte ein Mann wie ich fliehen? Sollte ein Mann wie ich in den Tempel gehen, um am Leben zu bleiben? Ich gehe nicht hinein“ (Neh 6:11). Sollte sich das Volk Gottes, die mit dem Blut Jesu erkauften Söhne und Töchter durch Wutgeschrei und Drohungen aufhalten lassen? Dem Volk Gottes ist nicht gegeben „... ein Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim 1:7).

Ohne Angst können wir voller Freude sein. „Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden“ (Luk 10:19).

Christen sind nicht die Gejagten, sondern die Jäger. Sie werden nicht attackiert, sondern greifen an! Wir werden nicht eingekreist und wir stehen auch nicht mit dem Rücken an der Wand. Wir sind die Elitetruppe des Herrn, die Geiseln aus der Hölle befreit.

Jesus hat uns mehrmals gesagt: „Habt keine Angst!“ Aber das war nicht alles, was er gesagt hat. Er sagte: „Fürchte dich nicht; glaube nur ...“ (Luk 8:50). Das ist mehr als nur ein „Hey, mach‘ nicht so ein Gesicht“, „Hab‘ keine Angst“ oder „Sei mutig!“. Diese Aussagen wären unnütze Ratschläge. Angst ist eine Macht und nur eine höhere Macht kann ihr gegenübertreten. Angst ist zudem eine negative Macht. Ihr Zeichen ist ein Minus. Jemand sagte einmal zu mir: „Angst ist die Dunkelkammer, in der Menschen ihre Negative entwickeln“. Nur eine positive Macht kann eine negative löschen. Diese positive Macht ist der Glaube an Jesus! Jesus sagt heute zu dir: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“

Das Gegenteil von Angst ist nicht Mut, sondern Glaube:„ ….und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ (1 Joh 5:4). Wir müssen verstehen, dass wir nicht nur diejenigen sind, die Angst überwinden. Wir sind die, die praktisch den Spieß umdrehen und Satans Armeen der Hölle in die Flucht schlagen. Wir verbreiten Terror und Chaos im Lager des Feindes, wenn wir uns aktiv und im Glauben auf das Wort Gottes stellen!

Auszug aus dem Buch “Wenn das Feuer fällt“ von Reinhard Bonnke

Glaubensstärkende Bibelstudie