Immun gegen Angst

Tag 1: Stärker werden!

Wir leben in einer bemerkenswerten Zeit. Noch nie habe ich gesehen, wie die gesamte Welt so von Angst und Unsicherheit ergriffen wird. Die Propheten und Experten wägen ab, was dies alles zu bedeuten hat, warum es geschieht und wie lange es dauert. Ich weiß die Antworten dazu nicht alle, aber es gibt einige Dinge, die wir wissen können. Als Kinder Gottes haben wir Zugang zu dem Frieden, der alle Vernunft übersteigt – das bedeutet, er ist weder natürlich noch fleischlich. Er ist übernatürlich, übersteigt das, was der Geist und der Intellekt verstehen können. Das ist wichtig, denn was wir gerade nicht brauchen, sind noch mehr Informationen – damit werden wir geradezu bombardiert. Was wir brauchen ist etwas, was direkt in den Kern unseres Seins eindringt und uns von innen her stärkt. Genau das tut das Wort Gottes.

In den nächsten 60 Tagen werde ich dein Herz mit den zeitlosen und unveränderbaren Wahrheiten des Wortes Gottes bombardieren. Dies wirkt wie ein himmlischer Schutz und wird dich gegen Furcht, Angst und Sorgen impfen.

Diese Worte waren lange, bevor COVID-19 auf unserer Bildfläche erschien, wahr. Sie werden auch noch lange, nachdem er wieder verschwunden ist, wahr sein; aber in Momenten wie diesen müssen wir sie uns wieder mehr denn je ins Gedächtnis rufen.

Einige Menschen wanken in Zeiten wie diesen. Einige hinterfragen Gott, Sein Wort, Seine Liebe und Seine Treue. Aber es ist Zeit, sich jetzt wie niemals zuvor an Ihn zu halten. Ich erinnere mich an ein Gespräch, das Reinhard Bonnke einst mit einem Mann hatte, der sehr krank war, sehr darunter litt. Dieser Mann sagte, er durchlebe eine Glaubenskrise. Reinhard sagte zu ihm: „Mein Bruder, wenn du am Untergehen bist, dann ist das der denkbar schlechteste Moment, die Rettungsleine loszulassen.“

Wenn du strauchelst, dann halte Gottes Wort und Seine Wahrheit so fest wie du nur kannst – sie sind deine Rettungsleine!

Jesus sagt in Johannes 10:10: „Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.“ (LUT)

Der Herr machte den Unterschied zwischen Seiner Mission und der Mission des Teufels ganz klar. Satans Plan für uns steht in komplettem Kontrast zum Plan Gottes für uns! Es ist von höchster Wichtigkeit, dass wir an diese fundamentale Wahrheit glauben: Jesus kam, damit wir das Leben haben und volle Genüge!

Wir sehen Seine Liebe zur Menschheit in der gesamten Bibel, in Seinen Worten und in Seinen Taten – in aller Tiefe, als Er Sein Leben für uns am Kreuz gab. Jesus liebt uns! Er ist für uns! Er gab Sein Wort als soliden Felsen, damit wir darauf stehen können, damit, wenn der Dieb kommt, um uns anzugreifen, wir in vollem und unerschütterlichem Vertrauen auf Seinen treuen Verheißungen stehen.

Was die Leute oft so empfänglich für Attacken des Feindes macht, ist das Einsetzen von Zweifeln und Unglauben in die Güte Gottes und in die Wahrheit Seines Wortes. Immunität dagegen ist die Unempfänglichkeit, speziell gegen etwas, was gefährlich und unwillkommen ist. Satan weiß, dass er kein Recht hat zu stehlen, umzubringen oder zu zerstören, es sei denn, er kann uns dazu bewegen, ihm unsere von Gott gegebene Autorität als Söhne und Töchter des Höchsten zu übertragen. Der Teufel erfindet immer wieder neue Schemen, um die Massen durch falsche Beschuldigungen, Verdrehungen der Wahrheit und, sehr oft, durch Angstzustände zu täuschen. Er gebraucht Furcht, weil sie so gut wirkt. Letztendlich werden diejenigen, die dem Unglauben nachgeben, ihm dabei helfen, seine Mission zu vollenden. Wenn Satan Menschen erst einmal dazu gebracht hat, ihr Vertrauen in Gott abzulegen, werden sie empfänglich für ansteckende Angst, Zweifel und Unglauben.

Damit wir immun gegen diese Attacken des Feindes werden, müssen wir standhaft an unserem Glauben an Jesus und Seinem Wort festhalten. In den kommenden Tagen werden wir in diese Wahrheit eindringen, damit wir ganz stark aufstehen können, sicher gerüstet in dem Sieg, den wir in Jesus haben! 

Wenn eine Person einem Erreger ausgesetzt ist und dies überlebt, dann lernt der Körper, diese Seuche zu bekämpfen und wird fortan immun dagegen. Daher kommt auch das alte Klischee „Was uns nicht umbringt, macht uns stärker“. Ich glaube, so ist es auch mit unserem Geist. Wenn wir durchs Leben gehen, dabei Herausforderungen und Schwierigkeiten überwinden, siegreich daraus hervorgehen und Hand in Hand mit Jesus gehen, werden wir stärker, geistlich widerstandsfähiger und belastbarer im Glauben. Deshalb sind Zeiten wie diese so wichtig. Sie können ein Trainingslager für größere Schlachten sein, die es in der Zukunft zu schlagen gilt. Jeremia fragte: „Wenn es dich müde macht, mit Fußgängern zu gehen, wie willst du mit Rossen wetteifern? Und wenn du nur im friedlichen Lande sicher bist, was willst du tun im Dickicht des Jordans?“ (Jer. 12:5, LUT)

Steig mit ein, wenn wir in den nächsten 60 Tagen die Angst frontal angehen und sie mit dem Gegenmittel, Gottes Wort, ausradieren. Möge der Herr diese Zeit in uns allen dazu nutzen, ein unerschütterliches Vertrauen in Ihn aufzubauen.

Quelle: (Auzug aus dem Buch „Drachen töten“, Kapitel 3)

Glaubensstärkende Bibelstudie